Mittwoch, 03. Juni 2009
Schwarze Opel-Zahlen 2013: Magna-Boss vorsichtig
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Frank Stronach
(Foto: AP)
Opel wird nach Einschätzung von Magna-Chef Frank Stronach erst in vier Jahren wieder Gewinn machen. Der umgebaute Autohersteller werde mit einer neuen Modellpalette binnen drei Jahren aus den roten Zahlen herauskommen und im vierten Jahr wieder profitabel arbeiten, sagte Stronach in der kanadischen Hauptstadt Ottawa. Der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna und die russische Sberbank wollen Opel in den kommenden Monaten übernehmen.
Magna wolle ab Ende des Jahres Opel-Autos nach Kanada importieren und dort verkaufen, sagte Stronach der Zeitung "Toronto Star". Er kündigte an, Magna wolle in den kommenden Jahren auch Opel-Modelle in Kanada bauen. Einen genauen Zeitpunkt dafür nannte er allerdings nicht. Dieser stehe noch nicht fest, sagte eine Magna-Sprecherin gegenüber AFP.
Für den US-Markt seien die Opel-Autos nicht bestimmt, sagte Stronach. Opel werde seiner Mutter General Motors (GM) auf deren Heimatmarkt keine Konkurrenz machen. Dies könne sich allerdings nach ein paar Jahren ändern, fügte er hinzu.
Keine weiteren Staatshilfen
Nach Ansicht von Opel-Betriebsratschef Klaus Franz passt die Unternehmenskultur von Magna zu Opel. Ziel müsse es nun sein, Werksschließungen zu verhindern.
Unterdessen hat SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier weitere Staatshilfen für den Autobauer ausgeschlossen. "Das haben wir Magna und General Motors klar gesagt. Beide haben dies akzeptiert", sagte Steinmeier den "Ruhr Nachrichten".
Eine Insolvenz Opels hält der Außenminister für abgewendet. "Mit der staatlichen Brückenfinanzierung hat Opel jetzt die nötige Luft zum Atmen. Jetzt müssen Magna und General Motors zügig einen Vertrag für die Übernahme aushandeln", sagte Steinmeier.
Als Zeichen dafür, wie ernst es Magna mit Opel meint, deutete Steinmeier die Ankündigung Magnas, keine Dividenden auszuzahlen, bis die 1,5 Mrd. Euro Brückenfinanzierung zurückgezahlt sind. "Die Risiken des Staates sind dadurch überschaubarer", sagte Steinmeier.
wne/AFP/dpa/DJ
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