Porsche soll blutenMagna fordert Millionen
Der kanadische Autozulieferer Magna fordert einem Zeitungsbericht zufolge vom Sportwagenbauer Porsche 400 Mio. Euro Kompensation, sollte der Montageauftrag für die Modelle Boxster und Cayman platzen.
Magna wolle das Geld als Gegenleistung für die seit einem Jahr geleistete Entwicklungsarbeit, berichtete das Wiener "Wirtschaftsblatt" unter Berufung auf involvierte Kreise.
Porsche spricht mit dem österreichisch-kanadischen Automobilzulieferer Magna derzeit über die Kündigung des Fertigungsvertrages. Es gebe intensive Verhandlungen, sagte Porsche-Chef Michael Macht. Zu Details wollte er sich aber nicht äußern. Die Boxster-Fertigung sollte eigentlich 2012 vom finnischen Auftragsfertiger Valmet zu den Österreichern nach Graz verlagert werden.
Nach der Übernahme des Osnabrücker Cabrio-Spezialisten Karmann durch VW wird jedoch spekuliert, auch der Boxster könnte künftig in Niedersachsen gebaut werden. Volkswagen will bei Karmann künftig das Golf-Cabrio bauen. Macht betonte, der bis 2012 laufende Vertrag mit Valmet, wo täglich 50 Fahrzeuge vom Band laufen, werde erfüllt.
Magna war Anfang des Monats mit dem Versuch gescheitert, den deutschen Autobauer Opel von dem US-Mutterkonzern General Motors (GM) zu übernehmen. VW hatte sich stets gegen die Pläne gewandt, da sein Zulieferer Magna durch die Opel-Übernahme zu einem Konkurrenten geworden wäre.