Chrysler zeigt die RücklichterMagna verliert Auftraggeber
Chrysler-Chef Sergio Marchionne will einem Zeitungsbericht zufolge keine Fertigungsaufträge mehr an Magna vergeben.
Nach dem Willen Marchionnes, der auch Fiat-Chef ist und nach der Übernahme von Chrysler durch die Italiener beide Unternehmen führt, sollen stattdessen künftig Chrysler-Modelle, die zuvor bei Magna gebaut wurden, in einer neu erworbenen Fabrik in Italien produziert werden. Dies sagte Marchionne laut "Wall Street Journal Online".
Das wäre ein weiterer Schlag für den Autozulieferer Magna, der zusammen mit russischen Partnern Opel übernehmen will. Auch VW überlegt, Aufträge von Magna abzuziehen.
Allerdings muss Fiat im Zuge der Wachstumsstrategie ohnehin Beschäftigung für die italienischen Werke beschaffen. Daher wären die Aufträge für Magna auch ohne die angestrebte Übernahme von Opel in Gefahr geraten.
Wachstum als Programm
Fiat-Chef Sergio Marchionne möchte seinen Konzern auf eine jährliche Produktion von mindestens fünf Millionen Einheiten heben. Dazu engagierte sich die Fiat-Gruppe auch lange im Bieterwettstreit um Opel. Dabei schieden die Italiener allerdings aus.
Zuvor kam Fiat allerdings bei Chrysler zu Zuge. Sie übernahmen den bereits insolventen amerikanischen Autobauer vom Finanzinvestor Cerberus und dem Daimler-Konzern. Mit der Übernahme hat sich Fiat ein Sprungbrett im wichtigen US-Markt geschaffen.