Donnerstag, 08. Juli 2010
Verfrühter Jubel in Japan?: Maschinenbau setzt Rost an
Mit einem drastischen Orderminus kämpfen die japanischen Maschinenbauer. Der Rückgang ist dreimal höher als von Analysten erwartet. Kein gutes Zeichen für die Entwicklung der Investitionstätigkeit der Branche.
Zu früh gefreut? Japan verzeichnet ersten Rückgang bei den Maschinenbauaufträgen in drei Monaten.
(Foto: REUTERS)
Die Auftragseingänge der japanischen Maschinenbauunternehmen sind im Mai in der Kernberechnung (ohne Berücksichtigung von Kraftwerksanlagen und Schiffbau) unerwartet stark eingebrochen. Wie das Kabinettsbüro der Regierung mitteilte, wurde gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt ein Rückgang um 9,1 Prozent verzeichnet. Analysten hatten im Mittel mit einem Minus von 3,0 Prozent gerechnet.
Es war der erste Rückgang bei den Maschinenbauaufträgen in drei Monaten. Im April waren die Orders noch um 4,0 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Auftragseingänge im Mai um 4,3 Prozent höher.
Der Ordereingang im Maschinenbau wird von Vor heißen Zeiten Volkswirten als vorlaufender Indikator für die Entwicklung der Ausgaben der Unternehmen für langfristige Sachanlagen gewertet.
DJ
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