Wirtschaft
Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Wenn Unternehmen sparen, fallen meistens Jobs weg.
Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Wenn Unternehmen sparen, fallen meistens Jobs weg.(Foto: picture alliance / dpa)

Gewinneinbruch von 85 Prozent: Massiver Stellenabbau bei Philips

Philips ist im Umbruch. Das zeigen auch die jüngsten Zahlen des niederländischen Elektronikriesen: Der Umsatz geht leicht zurück, der Gewinn bricht dagegen deutlich ein. Tausende Jobs sollen gestrichen werden.

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat nach einem Gewinneinbruch im dritten Quartal einen weltweiten Stellenabbau angekündigt. Der Gewinn sei von 524 Mio. Euro im vergangenen Jahr auf 76 Mio. Euro gefallen, teilte der im Umbau befindliche Konzern mit. Der Abbau von weltweit rund 4500 Stellen sei Teil des 800 Mio. Euro schweren Sparprogramms, sagte der seit April amtierende Vorstandschef Frans van Houten. Das sei "ein bedauerlicher, aber unvermeidlicher Schritt", sagte van Houten. Der Weltkonzern müsse "agiler, schlanker und wettbewerbsfähiger" werden.

1400 Jobs sollen in den Niederlanden wegfallen. Dies mache etwa zehn Prozent des dortigen Personalbestands aus, teilte der niederländische Gewerkschaftsbund FNV mit. Betroffen seien vor allem Stellen im Management sowie in Abteilungen für Personal und IT. Wie der Stellenabbau andere Philips-Standorte treffen wird - darunter möglicherweise auch in Deutschland -, blieb zunächst unklar.

Mittelfrist-Ziele bleiben

In der Zeit zwischen Juli und September sanken die Umsätze des Herstellers von Medizintechnik, Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten und Beleuchtungstechnik unter anderem wegen der Abspaltung der problemreichen TV-Sparte und eines eher mauen Geschäfts mit Unterhaltungselektronik von 5,46 Mrd. auf 5,394 Mrd. Euro. Operativ verdienten die Niederländer noch 273 Mio. Euro, ein Rückgang von fast 50 Prozent.

An den mittelfristigen Wachstumszielen will der Konzern aber festhalten. Bis 2013 soll der Umsatz um vier bis sechs Prozent jährlich wachsen. Die Marge für den operativen Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Konzern soll bei 10 bis 12 Prozent herauskommen. Kurzfristig sieht van Houten aber keine grundlegende Verbesserung.

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Quelle: n-tv.de

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