Dienstag, 23. Februar 2010
Lange Gesichter unter Aktionären: Merck kürzt die Dividende
Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck bleibt mit seinen Zahlen zum Schlussquartal 2009 unter den Erwartungen. Das Schlimmste scheint allerdings überstanden: Anders als vor einem Jahr fährt das Unternehmen keine Verluste ein.
Merck-Mitarbeiter Yasuyoshi Namiki arbeitet im Forschungs- und Entwicklungslabor im japanischen Atsugi an Flüssigkristallen (Archivbild).
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat im vierten Quartal des vergangenen Jahres operativ weniger verdient als vor Jahresfrist. Damit verfehlte das Unternehmen die Schätzungen von Analysten.
Der bereinigte operative Gewinn von Oktober bis Dezember sei binnen Jahresfrist um 16 Prozent auf 258 Mio. Euro gesunken, teilte Merck mit. Analysten hatten im Schnitt 309 Mio. Euro erwartet.
Unter dem Strich blieb für das vierte Quartal ein Gewinn nach Fremdanteilen von 56,7 Mio. Euro nach einem herben Verlust von 279,5 Mio. Euro vor Jahresfrist. Den Aktionären kündigte Merck eine Kürzung der Dividende auf ein Euro von 1,50 Euro im Vorjahr an.
Der Darmstädter Traditionskonzern setzte im vierten Quartal 2,029 Mrd. Euro um, ein Plus von 5,9 Prozent.
Für das laufende Jahr stellte das Management nun einen Umsatzanstieg von drei bis sieben Prozent sowie einen Zuwachs des bereinigten operativen Gewinns um drei bis 13 Prozent in Aussicht.
rts
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