Donnerstag, 18. März 2010
Milliardenanleihe nötig: Merck stemmt Millipore
Merck hat zur Teilfinanzierung der Übernahme des US-Biotechzulieferers Millipore eine milliardenschwere Euro-Anleihe in drei Tranchen bei Investoren untergebracht. Institutionelle Investoren wie Fonds, Versicherungen oder Pensionskassen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien erwarben den Bond.
Die Anleihe setze sich aus einer zweijährigen Tranche im Volumen von 500 Millionen Euro, einer fünfjährigen Tranche über 1,35 Milliarden Euro und einer zehnjährigen Emission im Volumen von 1,35 Milliarden Euro zusammen. Das Orderbuch war Merck zufolge deutlich überzeichnet.
Nach Angaben des Pharma- und Spezialchemiekonzerns wurde die zweijährige Tranche mit einem Ausgabekurs von 99,775 Prozent und einem Renditeaufschlag von 75 Basispunkten über Swaps gepreist. Sie hat einen Kupon über 2,125 Prozent. Die fünfjährige Tranche wurde mit einem Ausgabekurs von 99,769 Prozent und einem Aufschlag von 100 Basispunkten über Swaps gepreist. Ihr Zinskupon liegt bei 3,375 Prozent.
Weiteres Standbein
Bei der zehnjährigen Emission schließlich liegt der Ausgabekurs bei 99,582 Prozent, sie kam mit einem Aufschlag von 125 Basispunkten über Swaps. Der Zinskupon lautet auf 4,500 Prozent. Koordiniert wurde die Transaktion von den Geldhäusern Bank of America Merrill Lynch, BNP Paribas sowie von der Commerzbank.
Mit der Übernahme des US-Biotech- und Pharmazulieferers Millipore für 5,3 Milliarden Euro will sich Merck neben dem Arzneimittel- sowie dem Flüssigkristallgeschäft ein weiteres Standbein aufbauen. Der Konzern baut zudem mit dem Zukauf seine Präsenz im weltweit größten Arzneimittelmarkt USA aus. Bei der Ratingagentur Moody's wird die Bonität von Merck aktuell mit "A3" eingestuft. Bei der Konkurrenzagentur Standard & Poor's lautet das Rating "BBB+".
rts
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