Dienstag, 31. August 2010
Fernost-Konkurrenz macht zu schaffen: Monsanto senkt Prognose
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Der US-Agrarchemieriese Monsanto hat mit seiner Gewinnprognose für das ablaufende Geschäftsjahr für Enttäuschung gesorgt. Das in St. Louis ansässige Unternehmen rechnet für das aktuelle Geschäftsjahr 2009/10 (bis Ende August) nur noch mit einem Ergebnis je Aktie von 2,40 bis 2,45 Dollar. Bislang hatte das Management 2,40 bis 2,60 Dollar in Aussicht gestellt. Analysten hatten Monsanto 2,49 Dollar zugetraut.
Der Rivale von Bayer und Syngenta hatte zuletzt im Pflanzenschutzgeschäft unter der Billigkonkurrenz aus Fernost gelitten und umfangreiche Restrukturierungen eingeleitet. Nun sollen weitere 650 bis 700 Stellen der insgesamt 22.900 Stellen weltweit gestrichen werden. Insgesamt würden die Maßnahmen, wozu Werksschließungen, Abfindungs-Pakete sowie Wertberichtigungen gehören, im vierten Quartal Kosten von 150 Millionen Dollar verursachen.
Im dritten Quartal hatte Monsanto einen Gewinneinbruch von 45 Prozent gemeldet. Der harte Einbruch betraf die Geschäfte rund um den Wirkstoff Glyphosat, der zur Bekämpfung von Unkraut eingesetzt wird. Glyphosat ist die Schlüsselsubstanz der Monsanto-Marke "Roundup". Das Wirkstoff-Patent ist aber inzwischen abgelaufen und chinesische Anbieter können mit ihren Nachahmern über niedrigere Preise Monsanto Marktanteile wegschnappen.
rts
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