Dienstag, 08. Dezember 2009
Allmächtige Marktbeobachter: Moody's droht den USA
Die Ratingagentur Moody's legt sich mit den Vereinigten Staaten und Großbritannien an. Die beiden Länder müssen nach dem Willen der Analysten ihre Verschuldung reduzieren. Konsequenzen in der Benotung drohen.
Ob er will oder nicht: Der Markt kann die Worte von Standard & Poor's, Fitch oder Moody's nicht ignorieren.
(Foto: REUTERS)
Die Ratingagentur Moody's Investors Service hat die USA und Großbritannien aufgefordert, ihre Bereitschaft zum Abbau der hohen Haushaltsdefizite zu beweisen. Andernfalls sei das Top-Kreditrating der beiden Länder gefährdet, hieß es in einem Bericht der Ratingagentur zu den 17 Ländern, die mit der höchsten Bonitätsnote "Triple-A" bewertet werden.
In dem Bericht werden die beiden Länder im speziellen Sprachgebrauch der Bonitätsprüfer als "widerstandsfähig" ("resilient") bezeichnet, während andere Länder wie Deutschland, Frankreich und Kanada noch positiver als "widerstehend" ("resistant") eingeschätzt werden.
Der Ratingagentur zufolge hängt sowohl in Großbritannien als auch in den USA viel von der Stärke der konjunkturellen Erholung und der Bereitschaft der Regierungen ab, die Defizite abzubauen.
Dietmar Hornung, Senior Analyst bei Moody's Investor Service, zuständig für staatliche Emittenten in Europa (Archivbild).
(Foto: REUTERS)
Dem pessimistischsten Szenario von Moody's zufolge - blutleeres Wachstum, steigende Zinsen und fehlender Defizitabbau - könnten die USA ihr Top-Rating im Jahr 2013 verlieren.
Allerdings hält die Ratingagentur dieses Szenario nicht für das wahrscheinlichste. Sie rechnet mit moderatem Wachstum und Defizitabbau.
mmo/DJ
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