Besserer Internet-ServiceNokia krallt sich Novarra
Mit der Übernahme des US-Browseranbieters Novarra will Nokia eine Schwachstelle beseitigen. Der finnische Konzern kämpft derzeit mit der Internetfähigkeit seiner Handys. Derzeit schneiden Nokia-Browser schlecht ab.
Nokia will mit einem Zukauf die Internetfähigkeit seiner Handys verbessern. Das finnische Unternehmen wird den US-Browseranbieter Novarra übernehmen. Die 100 Mitarbeiter zählende Firma ist bekannt dafür, eine Browser-Technologie anzubieten, die die meisten Daten zusammenpackt und somit die extrem belasteten Netzwerke der Betreiber weniger verstopft.
Nokia gab keine Details zu dem Kauf bekannt. Der Konzern ließ lediglich verlauten, er wolle die Übernahme im Juni-Quartal abschließen und würde mit den bisherigen Novarra-Kunden wie Verizon und Vodafone weiter zusammenarbeiten. Größter Konkurrent von Novarra ist der norwegische Browser-Hersteller Opera.
"Strategisch wichtiges Segment"
"Die Verbindung der nächsten Milliarde an Konsumenten mit dem Internet wird hauptsächlich über mobile Geräte geschehen", erläuterte Nokia-Vizechef Niklas Savander die Wichtigkeit dieses Marktes. Seit dem Erfolg des iPhones von Apple bieten die Hersteller immer mehr internetfähige Handys an. Nicht mehr nur Smartphones sondern auch einfachere Handy-Modelle verfügen mittlerweile über diesen Service.
Analyst Espen Torgersen von Carnegie sagte: "Jeder weiß, dass Nokia dieses Segment als strategisch wichtig definiert hat. Zur gleichen Zeit weiß jeder, dass die Nokia-Browser im Vergleich mit den besten des Marktes schlecht abschneiden".