Wirtschaft

IT-Sparte wird umgekrempelt: Nokia verschlankt sich

Der Umbau bei Nokia geht weiter. Der finnische Handyhersteller verkleinert seine IT-Sparte. Der Konzern, der die Smartphone-Entwicklung verschlafen hat, kämpft um seine Wettbewerbsfähigkeit. Bis Ende dieses Jahres sollen rund 10.000 Stellen gestrichen werden.

Sparen ist bei derzeit Nokia die Devise.
Sparen ist bei derzeit Nokia die Devise.(Foto: REUTERS)

Der Handyhersteller Nokia baut seine weltweite IT-Sparte um und streicht dabei bis zu 300 Stellen. Zusätzlich wolle Nokia einige Aktivitäten und bis zu 820 Mitarbeiter in andere IT-Firmen auslagern, teilte der finnische Konzern mit. Damit wolle das Unternehmen seine Effizienz steigern, Kosten reduzieren und eine IT-Organisation schaffen, "die Nokias aktueller Größe entspricht". Von den Plänen seien vor allem Mitarbeiter in Finnland betroffen.

Die jüngsten Pläne seien Teil der im Juni 2012 angekündigten Neuausrichtung, erklärte Nokia. Der Konzern hatte im vergangenen Sommer angekündigt, 10.000 Stellen bis Ende 2013 zu streichen, um Kosten zu sparen und langfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu halten.

Nokia dominierte den Handymarkt mehr als ein Jahrzehnt und war bis zum Frühjahr 2011 weltgrößter Handyhersteller. Die Finnen hatten aber die Entwicklung der Smartphones zunächst verschlafen und liegen heute abgeschlagen hinter der Konkurrenz.

Vergangene Woche teilte Nokia jedoch mit, dass die Geschäfte im vierten Quartal besser gelaufen seien als erwartet. Insgesamt verkaufte Nokia 86,3 Millionen Geräte, darunter 4,4 Millionen Lumia-Smartphones. Die Geräte mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 8 sind seit November auf dem Markt. Am 24. Januar will Nokia die gesamte Bilanz für das vierte Quartal 2012 vorlegen.

Quelle: n-tv.de

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