Wirtschaft

Weniger gefördert, mehr verdientÖlpreise helfen Total

28.10.2011, 11:59 Uhr
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Wenger gefördert, mehr verdient: Total. (Foto: REUTERS)

Die hohen Ölpreise bescheren Total einen größeren Gewinn. Damit reiht sich Frankreichs größter Konzern in die Riege der Konkurrenz ein, die ebenfalls Ergebniszuwächse vermelden. Allerdings bleibt Total - trotz Milliardenüberschuss - hinter ExxonMobil und Co. zurück.

Wie die Konkurrenten ExxonMobil, Shell und BP hat auch der französische Ölkonzern Total im abgelaufenen Quartal von den hohen Ölpreisen profitiert. Frankreichs größter Konzern übertrumpfte auch die Erwartungen der Analysten. Trotz des Rückgangs der Fördermenge stieg das bereinigte Nettoergebnis um 13 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten mit 2,7 Mrd. Euro gerechnet.

Der Bürgerkrieg in Libyen und Wartungsarbeiten an Förderanlagen schlugen sich allerdings auf die Fördermengen nieder. Die Produktion sank um 0,9 Prozent auf 2,32 Millionen Barrel Öläquivalent am Tag. Mittlerweile sind die Arbeiten in Libyen allerdings wieder angelaufen und gehen schneller voran als gedacht. Bis Ende 2012 soll bei der Fördermenge das Vorkriegsniveau erreicht werden, hatte Vorstandschef Christophe de Margerie jüngst angekündigt.

ExxonMobil besser

Neben den Preisen profitierte Total auch von einem verbesserten Downstream-Geschäft. Das Ergebnis des Bereichs Raffinerie und Marketing stieg um 47 Prozent auf 388 Mio. Euro. Das konzernweite bereinigte operative Ergebnis erreichte 5,88 Mrd. Euro, ein Plus von 24 Prozent. Analysten hatten mit 5,76 Mrd. Euro gerechnet.

In den vergangenen Tagen hatten bereits die Konkurrenten ExxonMobil, Shell, BP und Statoil Quartalsberichte vorgelegt: ExxonMobil stahl dabei den restlichen Konzernen die Show mit einem um 41 Prozent auf 10,3 Mrd. Dollar (7,3 Mrd. Euro) gesteigerten Gewinn.

Quelle: bad/DJ