Wirtschaft
Olympus-Präsident Shuichi Takayama (l.) mit Finanz-Chef Nobuyuki Onishi.
Olympus-Präsident Shuichi Takayama (l.) mit Finanz-Chef Nobuyuki Onishi.(Foto: REUTERS)

Börsennotiz gerettet : Olympus fegt durch die Bilanzen

Auf den letzten Drücker schafft es der Kamerahersteller, nach seinem Buchungsskandal Ordnung in seinen Büchern zu schaffen. Erwartungsgemäß klafft dort ein Riesenloch. Trotzdem gilt erst einmal Entwarnung. Denn der Verbannung von der Börse ist das Unternehmen erst einmal entronnen.

Der in einen Bilanzskandal verwickelte Kamerahersteller Olympus hat fristgerecht überprüfte Bilanzen für die vergangenen Jahre vorgelegt und damit zunächst die größten Sorgen von Investoren verscheucht. Die mit Spannung erwarteten Zahlen samt Ergebnisse für das zweite Quartal legte Olympus in allerletzter Minute vor. Hätte das Unternehmen seine überarbeiteten Bücher nicht präsentiert, wäre es automatisch von der Tokioter Börse verbannt worden.

Wie aus den Zahlen hervorgeht, lagen die Vermögenswerte in den fünf Finanzjahren bis zum Geschäftsjahr 2009/20  immerhin über den Verbindlichkeiten. Gleichwohl rissen die Falschbuchungen in den vergangenen 13 Jahren ein deutliches Loch in die Bilanz des japanischen Traditionskonzerns. Wie der Konzern bekanntgab, fiel zwischen April und September unter dem Strich ein Fehlbetrag von 32,3 Mrd. Yen (315 Mio. Euro) an.        

Eine Prognose für das bis 31. März 2012 laufende Gesamtjahr gab Olympus nicht ab. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren im großen Stil Verluste verschleiert. Die Fehlbeträge aus Anlagegeschäften in den 90er Jahren waren mit überhöhten Zahlungen bei Übernahmen vertuscht worden, statt sie in der Bilanz zu verbuchen.

Quelle: n-tv.de

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