Wirtschaft

Inflationsangst in China: Peking wiegelt ab

In China ziehen die Verbraucherpreise im Februar deutlich an. Aus der Sicht der Währungshüter in Peking besteht jedoch kein Anlass zur Panik: Der Schub kommt nicht unerwartet, heißt es. Eine neue Inflationswelle ist nicht zu erkennen. Sicherheitshalber will man das aber noch einmal nachrechnen.

Repräsentatives Hauptgebäude: Die "Bank des chinesischen Volkes" (PBoC).
Repräsentatives Hauptgebäude: Die "Bank des chinesischen Volkes" (PBoC).(Foto: REUTERS)

Der starke Anstieg der Verbraucherpreise in China im Februar deutet nach Einschätzung eines ranghohen Notenbankers nicht auf einen neue inflationäre Entwicklung hin. Mit dem Zuwachs im vergangenen Monat sei gerechnet worden, sagte der stellvertretende Zentralbankchef Su Ning. Auf bereinigter Basis gebe es im Vergleich zum Januar aber kein Anzeichen für eine Beschleunigung.

Die Notenbank prüfe noch, ob der Preistrend nach oben oder unten gehe, sie hoffe aber auf einen leichten Abwärtstrend. Die Teuerungsrate werde wohl in der ersten Jahreshälfte höher ausfallen als in der zweiten, sagte Su weiter. Für eine Erhöhung der Zinsen bedarf es "vieler Bedingungen", fügte er hinzu.

Die Inflationsrate kletterte in den zwölf Monaten per Februar nach Angaben des nationalen Statistikamtes mit 2,7 Prozent auf den höchsten Stand seit 16 Monaten. Die Entwicklung weckte Ängste vor einer Überhitzung der Wirtschaft und Spekulationen über eine baldige Zinserhöhung.

Nach Angaben eines weiteren chinesischen Notenbankers dürfte es für die Volksrepublik schwierig werden, einen Mittelweg zwischen einer Einschränkung der Kreditvergabe und einem fortdauernden Wachstum zu finden.

"Eine übermäßige Liquidität und Kreditvergabe sind schädlich für eine ausgewogene, gesunde und nachhaltige Entwicklung der nationalen Wirtschaft, sagte der stellvertretende Gouverneur Guo Qingping der Zeitung "Financial News". Jedoch gebe es komplexe Herausforderungen beim Timing, beim Rhythmus und bei der Intensität sowie bei der Wahl der geldpolitischen Werkzeuge.

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Quelle: n-tv.de

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