Sonntag, 09. Mai 2010
"Ein-Liter-Auto ökonomischer": Piech zweifelt an Elektroauto
Auch nach dem Gipfeltreffen zur Elektromobilität bleiben in der Industrie Zweifel an der Technologie. Vor allem VW-Chefaufseher Piech sieht in den Stromautos noch keine Konkurrenz zu Autos mit Spritantrieb.VW-Aufsichtsratchef Ferdinand Piëch setzt nach einem Bericht des "Focus" weiter auf den traditionellen Verbrennungsmotor. "Das Ein- bis Zwei-Liter Auto wird kommen, und es wird ökonomischer sein als das Elektroauto", sagte er dem Magazin zufolge bei einem Vortrag an der Technischen Universität Wien.
Der Chef des Energiekonzerns Evonik, Klaus Engel, forderte indes öffentliche Hilfen für die weitere Entwicklung von Elektroantrieben. Entscheidungen hierüber müssten "so schnell wie möglich" getroffen werden, forderte Engel in der "Süddeutschen Zeitung". "Wenn wir international vorne mitspielen wollen, brauchen wir gezielte Unterstützung für die weitere Forschung und Entwicklung." Evonik will die Produktion von auch in Elektroautos eingesetzten Batteriezellen von derzeit 300.000 auf drei Millionen Stück bis zum Jahr 2013 hochfahren. Der Konzern arbeitet bei der Entwicklung der Technologie mit dem Autobauer Daimler zusammen.
Bundesregierung und Industrie hatten in der vergangenen Woche auf einem Gipfeltreffen in Berlin erklärt, Deutschland zum Marktführer in Sachen Elektromobilität zu machen. Auch für den Klimaschutz sollen bis 2020 mindestens eine Million Elektroautos auf die deutschen Straßen gebracht werden. Zur Zeit fahren in Deutschland erst knapp 1600 Elektroautos.
AFP
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