Lieber Schwellenländer als EurozonePimco gibt gute Ratschläge
Der weltgrößte Anleihenhändler Pimco rechnet damit, dass die Euro-Staaten auf Jahre nicht auf einen grünen Zweig kommen. Deshalb empfiehlt Mitbegründer Gross, einen Bogen um Europas Schuldenstaaten zu machen und lieber in aufstrebende Wachstumsstaaten zu investieren.
Europa wird nach Einschätzung
eines führenden Fondsmanagers des weltgrößten Staatsanleihenhändlers Pimco Jahre
für die Erholung von der Schuldenkrise brauchen. Bill Gross schrieb in einem Brief
an Investoren, dass eine schnelle Lösung nicht in Sicht sei und sie sich besser
den Schwellenländern zuwenden sollten.
Es werde Jahre dauern, bis
Europa und andere Industrienationen sich aus der Zwangsjacke der Verschuldung befreien
dürften, prognostizierte Gross, der ein 244 Milliarden Dollar schweres Portfolio
verwaltet. Ein auf Pump finanziertes Wachstum sei ein mangelhaftes Geschäftsmodell
und die Länder bezahlten jetzt für die zu hohe Staatsverschuldung. Das weltweite
Wachstum werde weiterhin kümmerlich bleiben - mit künstlich niedrigen Zinsen und
enttäuschten Investoren. Pimco ist eine Tochtergesellschaft der Allianz.