Montag, 16. November 2009
Rettung aus dem Westen: Plastal wird französisch
Der französische Autozulieferer Faurecia steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor einer Übernahme des insolventen Kunststoffteileherstellers Plastal.
Im Leipziger Faurecia-Werk.
(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)
Verantwortliche des weltweit achtgrößten Autozulieferers sowie Plastal-Insolvenzverwalter Siegfried Beck hätten sich bei einem Treffen in Nürnberg auf Eckpunkte der Übernahme verständigt, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf "mit dem Vorgang vertraute Kreise".
Faurecia will angeblich fünf der sechs deutschen Plastal-Standorte übernehmen. Gefährdet sei aber der Standort im hessischen Sterbfritz mit 300 Beschäftigten. Insgesamt beschäftigt Plastal etwa 3000 Menschen, davon etwa zwei Drittel in Deutschland. Größere Entlassungen im Zuge einer Übernahme durch Faurecia seien nach derzeitigem Stand nicht geplant, so die "SZ".
Der französische Zulieferer, der mehrheitlich dem Automobilkonzern PSA Peugeot Citroën gehört, sei der drittgrößte Hersteller von Stoßfängern weltweit. Die Plastal Deutschland GmbH entwickelt, fertigt und lackiert ihrerseits Stoßfänger, Kühlergrills und andere großvolumige Kunststoffteile für viele Automarken. Das Unternehmen mit Sitz in Weißenburg bei Nürnberg meldete im März Insolvenz an, nachdem zuvor der schwedische Mutterkonzern finanziell in die Knie gegangen war.
wne/dpa
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