Wirtschaft
(Foto: REUTERS)

Anleger heben den Daumen: Portugal kann Milliarden einsammeln

Es ist ein Vertrauenstest - und der fällt freundlich aus. Portugal registriert reges Interesse an seinen Langläufern. Gründe sind die wirtschaftliche Erholung und die Europäische Zentralbank.

Reges Interesse der Anleger: Portugal stößt auf eine starke Nachfrage für die erste 30-jährige Anleihe des Landes seit seiner milliardenschweren Rettung. Angekurbelt wird diese vom Renditehunger zu einer Zeit, in der andere Anleihen in der Region sich auf himmelhohen Ständen bewegen.

Langläufer erfordern von Anlegern ein besonders hohes Maß an Vertrauen. Darum kann die Nachfrage nach portugiesischen Schuldtiteln mit Fälligkeit in 30 Jahren als ein Zeichen dafür gesehen werden, dass Anleger an die Sanierung des Landes glauben. Das ist um so bemerkenswerter, da mit Griechenland ein anderer Empfänger von Rettungsgeld von niedrigem Wirtschaftswachstum und politischen Unruhen heimgesucht wird.

EZB treibt Nachfrage

Die Banken, die mit der Transaktion beauftragt sind, legen für die 30-jährige Anleihe einen Preis nahe, der zu einer Rendite von rund 4,1 Prozent führte. Anleger könnten verglichen mit anderen Langfristanleihen aus der Region damit deutlich mehr einstreichen. Eine zusätzlich ausgegebene Zehnjahresanleihe wird mit einer impliziten Rendite von 2,85 Prozent angeboten. Zehnjährige deutsche Bundesanleihen werfen dagegen nur rund 0,46 Prozent Rendite am Sekundärmarkt ab.

Die endgültigen Renditen werden im Tagesverlauf bekanntgegeben. Anleger haben Anleihen für rund 8 Milliarden Euro (für die zehnjährige) und 5,5 Milliarden Euro (für die 30-jährige) gezeichnet. Ein Grund für die hohen Anleihepreise in der Region ist das Anleihekaufprogramm, das die EZB erwartungsgemäß in den nächsten Monaten in Gang setzen wird. Die Erwartung, dass die EZB mit Geldspritzen in großen Maße Staatsanleihen vom Markt kaufen wird, hat die Anleger in der Region in den letzten Monaten in Bonds getrieben.

Quelle: n-tv.de

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