Gleiche Steuern wie die KonkurrenzPost-Privileg soll später fallen
Die geplante Streichung des Steuerprivilegs der Deutschen Post verzögert sich offenbar. Die Post soll sich laut einem Pressebericht mit dem Bundeswirtschaftsministerium darauf verständigt haben, den für Januar geplanten Schritt auf Mitte 2010 zu verschieben.
Die von der Bundesregierung geplante Streichung des Steuerprivilegs der Deutschen Post könnte sich einem Zeitungsbericht zufolge verzögern. Nach Informationen der "Welt" hat sich die Post mit dem Bundeswirtschaftsministerium darauf verständigt, den für Januar geplanten Schritt auf Mitte 2010 zu verschieben. Eine Ministeriumssprecherin wollte den Bericht auf Anfrage nicht bestätigen.
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hatte kürzlich einen Gesetzentwurf angekündigt, mit dem die Post ihr Mehrwertsteuerprivileg für einen Teil ihrer Dienstleistungen verlieren soll. "Darüber wird das Kabinett auf meine Initiative möglichst bald entscheiden", sagte Brüderle. "Wir schaffen damit die Voraussetzungen für fairen Wettbewerb. Das sorgt mittelfristig nicht für steigende, sondern für sinkende Preise."
Private Brief- und Paketdienste kritisieren schon lange die Sonderstellung des Ex-Monopolisten Deutsche Post, an dem der Bund über die Staatsbank KfW mit 30,5 Prozent noch maßgeblich beteiligt ist. Derzeit ist nur die Post bei bestimmten Briefsendungen sowie privat verschickten Paketen von der Mehrwertsteuer von 19 Prozent befreit. Dadurch entgehen dem Staat nach früheren Angaben jährlich rund 500 Mio. Euro an Steuereinnahmen.