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Wirtschaft

Sonntag, 20. Juni 2010

Fast 300 Postfilialen im Visier: Postbank will einkaufen

Die Postbank will ihr Filialnetz deutlich ausweiten – und plant dazu die Übernahme von fast 300 Filialen der Deutschen Post. Profitieren sollen davon vor allem die Kunden.
Das Objekt der Begierde

Das Objekt der Begierde
(Foto: dpa)

Die Postbank will 277 Filialen der Deutschen Post übernehmen. "Wir werden höchstwahrscheinlich zum 1. Juli bundesweit 277 Filialen der Deutschen Post übernehmen und weiten unser Netz damit gegen den Branchentrend deutlich aus", sagte Postbank-Chef Stefan Jütte der "Bild"-Zeitung. Für die Kunden bedeute dies "komfortable Öffnungszeiten", da die Filialen auch am Samstag halbtags geöffnet seien. "Profitieren werden vor allem rund zwei Millionen unserer Kunden, die diese Filialen ohnehin schon genutzt haben und dort demnächst auch alle Bankgeschäfte erledigen können."

Die "Wirtschaftswoche" hatte kürzlich berichtet, dass die Post das größte Sparprogramm in der Geschichte ihrer Briefsparte plane und innerhalb eines Jahres eine Milliarde Euro einsparen wolle. Größere Einnahmen erhoffe sich Post-Vorstand Jürgen Gerdes durch den Verkauf der 350 Postfilialen. Ein Verkauf von 277 Filialen an die Postbank könne mehr als 100 Mio. Euro bringen. Die Postbank war früher eine 100-prozentige Tochter der Post und gehört inzwischen zu knapp 30 Prozent der Deutschen Bank.

dpa

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