Wirtschaft

Nicht viel Wind in den Segeln: Preiskampf setzt Nordex zu

Nordex verzeichnet einen misslungenen Start ins Jahr 2011. Der Windturbinenbauer verbucht im ersten Quartal trotz eines Umsatzanstiegs einen starken Gewinnrückgang. Ein deutlich höherer Auftragseingang schürt die Hoffnung auf das Erreichen der Jahresziele.

(Foto: picture alliance / dpa)

Hohe Zinsaufwendungen haben dem Windturbinenbauer Nordex den Jahresstart verdorben. Trotz eines kräftigen Umsatzanstiegs fiel im ersten Quartal ein Verlust von 1,8 Millionen Euro an. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 24.000 Euro zu Buche gestanden. Das operative Ergebnis verharrte wegen gestiegener Abschreibungen mit 400.000 Euro auf Vorjahresniveau. Der Umsatz legte dagegen um 22 Prozent auf 183 Millionen Euro zu.

Vorstandschef Thomas Richterich schrieb diesen Zuwachs vor allem ersten Erfolgen in den USA mit den neuesten Windrädern zu. Eine grundlegende Wende zum Positiven sei dort aber nicht auszumachen. Der auf 154,2 Millionen Euro mehr als verdoppelte Auftragseingang stimmt Richterich zuversichtlich, seine Jahresziele zu erreichen. 2011 peilt Nordex einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro an. Das Ergebnis soll durch Kostensenkungen verbessert werden.

Ein Preiskampf in der Windkraftbranche hatte Nordex wie auch seine Wettbewerber Vestas und Repower im vergangenen Jahr in die Bredouille gebracht. Damals verbuchte der Hamburger Konzern einen Umsatzrückgang um 200 Millionen auf 972 Millionen Euro, netto sank der Gewinn um zwölf Prozent auf 21,2 Millionen Euro. Nordex will nun mit der Entwicklung neuer Technologien gegensteuern.

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Quelle: n-tv.de

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