Wirtschaft
1,4 Milliarden Euro sammelte Prokon von seinen Anlegern ein.
1,4 Milliarden Euro sammelte Prokon von seinen Anlegern ein.(Foto: picture alliance / dpa)

Gläubiger sollen verzichten: Prokon-Anleger verlieren Hälfte des Kapitals

Die Sanierung der insolventen Windenergie-Firma Prokon wird teuer. Aus einem Schreiben an die 75.000 Investoren geht hervor, dass sie einem "Teilverzicht" zustimmen sollen: Rund 50 Prozent des Kapitals wäre für sie damit futsch.

Die Anleger der insolventen Windenergie-Firma Prokon müssen nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" damit rechnen, rund die Hälfte ihres eingesetzten Kapitals zu verlieren. Das gehe aus einem Schreiben des Insolvenzverwalters Dietmar Penzlin an die rund 75.000 Investoren hervor, berichtete das Blatt. Penzlin selbst war zunächst nicht zu erreichen.

Nach seinen früheren Angaben werden die Anleger 40 bis 70 Prozent ihres Kapitals von etwa 1,4 Milliarden Euro verlieren. Penzlin wolle Prokon über ein Insolvenzplanverfahren sanieren, berichtete die "Wirtschaftswoche". Dazu sollten die Gläubiger in einem ersten Schritt einem "Teilverzicht im Bereich von 50 Prozent" ihrer Forderung zustimmen. Anschließend sei die Ausgabe einer börsennotierten "langlaufenden festverzinslichen Anleihe" geplant, die etwa 30 Prozent der offenen Forderungen abdecken solle. Wie der Rest der Ansprüche beglichen werden kann, solle eine Umfrage unter den Gläubigern zeigen.

Das Windenergie-Unternehmen war Anfang des Jahres in Probleme geraten und im Mai in das Insolvenzverfahren gegangen. Den Abschluss der Prokon-Sanierung peilt Penzlin im ersten Halbjahr 2015 an.

Quelle: n-tv.de

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