Nächster VorstandswechselPuppentheater bei Zapf?
Bei dem finanziell angeschlagenen Puppenhersteller Zapf kehrt keine Ruhe ein. Nur wenige Monate nach dem Vorstandschef verlässt auch der Finanzvorstand das Unternehmen. Ob kreditgebende Banken hinter dieser Aktion stecken, ist unklar.
Das Personalkarussell beim angeschlagenen Puppenhersteller Zapf dreht sich weiter. Fünf Monate nach Vorstandschef Stephan Brune hat auch Finanzvorstand Jens Keil das Unternehmen verlassen, wie die Zapf Creation AG mitteilte. Brune war am 1. Februar durch Ron Oboler, einem Vertrauten des Hauptaktionärs MGA, ersetzt worden.
Jens Keil habe das Unternehmen Ende Juni verlassen, um sich anderen Aufgaben zu widmen, teilte Zapf mit. "Über die Nachfolge wird der Aufsichtsrat kurzfristig entscheiden."
Banken machen Druck
Ein Zusammenhang zwischen den seit Jahren dauernden Finanzierungsverhandlungen und dem Ausscheiden Keils bestehe nicht, betonte ein Firmensprecher. Keil wolle sich anderen beruflichen Aufgaben widmen.
Die Banken hatten zuletzt den Druck auf das defizitäre Unternehmen aus Bayern erhöht und ein Stillhalteabkommen nicht verlängert. Damit können sie künftig, wenn Zapf bestimmte finanzielle Kennzahlen nicht erreicht, Kredite fällig stellen.