Wirtschaft
Dunkle Wolken über dem Hauptgebäude des Solarzellenherstellers Q-Cells in Bitterfeld-Wolfen.
Dunkle Wolken über dem Hauptgebäude des Solarzellenherstellers Q-Cells in Bitterfeld-Wolfen.(Foto: picture alliance / dpa)

Das war's mit dem TecDax: Q-Cells schreibt tiefrote Zahlen

Das ums Überleben kämpfende Solarunternehmen Q-Cells stürzt immer tiefer. Unterm Strich steht mittlerweile ein Verlust von 846 Millionen Euro. Angesichts des dramatischen Wertverlusts der Aktie fliegt der einstige Börsenliebling demnächst aus dem TecDax.

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Der Preisverfall in der Solarbranche und millionenschwere Abschreibungen haben dem um sein Überleben kämpfenden Solarkonzern Q-Cells 2011 tiefrote Zahlen eingebrockt. Netto summierte sich der Verlust auf 846 Mio. Euro nach einem Gewinn von 19 Mio. Euro im Jahr zuvor. Bei einem Umsatzrückgang um rund 300 Mio. auf 1,023 Mrd. Euro lag das Minus operativ bei 720 (Vorjahr: plus 82,3) Mio. Euro. Die Höhe der Wertberichtigungen und Drohverlustrückstellungen bezifferte Konzernchef Nedim Cen auf insgesamt 315 Mio. Euro.         

Vor einigen Wochen hatte Q-Cells den Verlust des Eigenkapitals anzeigen müssen. Schon damals machte Cen wenig Hoffnung auf eine rasche Trendwende. 2012 würden erneut Verluste anfallen und wohl erst im kommenden Jahr zumindest vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ein Gewinn zu Buche stehen.    

Der Solarkonzern aus dem ostdeutschen Bitterfeld-Wolfen steht am Abgrund: Das Eigenkapital ist aufgezehrt und Anleihegläubiger machen Druck. Nach einem Verhandlungsmarathon gewährten sie Q-Cells vergangene Woche im letzten Moment einen Zahlungsaufschub bis Ende April für eine Wandelanleihe über 200 Mio. Euro. Bis dahin will sich Cen mit den Zeichnern zweier weiterer Wandelanleihen verständigen, die bis 2014 und 2015 laufen.

Sanierungsplan wankt

Anschließend soll die 2012er-Anleihe nochmals bis Ende des Jahres verlängert werden. Bis dahin soll das Sanierungskonzept stehen. Im Zuge dessen sollen die Zeichner der Bonds größtenteils auf die Rückzahlung verzichten und stattdessen Aktien erhalten. Doch ein Sanierungsplan könnte ins Wanken geraten angesichts der Förderkürzungen für Solarstrom.

Experten erwarten für die Solarbranche in Deutschland – dem immer noch größten Solarmarkt weltweit - einen Markteinbruch. Der dramatische Wertverlusts der Aktie bleibt nicht ohne Folgen für den einstigen Börsenliebling. Am 19. März fliegt sie aus dem TecDax.

Quelle: n-tv.de

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