Mehr Lohn vereinbartRWE-Tarifstreit beigelegt
Bei RWE kann wieder Ruhe einkehren. Der Energiekonzern und die Gewerkschaften Verdi und IG BCE einigen sich auf einen Tarifvertrag. Die 28.000 Beschäftigten bekommen 3,4 Prozent mehr Lohn. Die Vereinbarung gilt rückwirkend zum 1. November 2010.
Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE hat einen andauernden Tarifstreit abgewendet. In den Verhandlungen für die 28.000 Beschäftigten hätten sich Unternehmen und Arbeitnehmer in Dortmund auf einen Kompromiss verständigt, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit. Danach sollen die Gehälter rückwirkend ab dem 1. November 2010 um 3,4 Prozent steigen. Der Tarifvertrag gilt für 13 Monate.
Die Gewerkschaften Verdi und IG BCE wollten ursprünglich 6,5 Prozent mehr Lohn und hatten ihre Forderungen in den vergangenen Wochen mit Warnstreiks untermauert. Allein am Montag legten nach Verdi-Angaben rund 4500 Beschäftige vorübergehend ihre Arbeit nieder. An dem mehrstündigen Ausstand beteiligten sich auch Beschäftigte der Atomkraftwerke im hessischen Biblis und im niedersächsischen Lingen.
Zu der Tarifgruppe gehören vor allem Mitarbeiter, die bei den Kraftwerks-, Vertriebs- und Netztöchtern beschäftigt sind. Bei RWE war der bisherige Tarifvertrag Ende Oktober ausgelaufen.
Die Gewerkschaften argumentieren, der Konzern habe zehn Jahre in Folge Rekordgewinne eingefahren und müsse die Beschäftigten daran angemessen beteiligen. Konzernchef Jürgen Großmann bereitete Mitarbeiter und Anleger hingegen auf sinkende Gewinne in den kommenden Jahren vor und will das laufende Sparprogramm ausweiten.