Wirtschaft

Neue Schnäppchenrunde eröffnetRabatte beim Pkw-Kauf

28.06.2010, 12:53 Uhr

Kaum ist die Schnäppchenzeit offiziell für beendet erklärt, dürfen die Autokäufer schon wieder frohlocken. Autohersteller überbieten sich bei ihren Rabattaktionen. Vor allem die Aktionen mit Preisvorteilen über 15 Prozent nehmen zu.

Neuwagen
Die Neuwagenverkäufe sind rückläufig. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Die schwache Nachfrage nach Neuwagen hat den Preisdruck am deutschen Automarkt wieder erhöht. Im Juni weiteten vor allem die ausländischen Hersteller ihre Rabatte deutlich aus. Das geht aus einer Studie des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer vom Forschungszentrum der Universität Duisburg-Essen hervor.

Demnach räumten die Hersteller für 87 Modelle Preisnachlässe von mehr als 15 Prozent ein. Spitzenreiter war Fiat, das den Panda bei Stilllegung des Altfahrzeugs mit einem Rabatt von 38,2 Prozent anbot. In dieser Berechnung sind mögliche zusätzliche Händlerrabatte nicht enthalten.

Mehr als jeder vierte Neuwagen (26,1 Prozent) wurde der Studie zufolge als Tages- oder Dienstwagenzulassung günstiger angeboten. Vor allem Importeure wie Subaru (59 Prozent aller Neuzulassungen) oder Chevrolet (49 Prozent) nutzten taktischen Zulassungen, um die Preise zu drücken.

Viele Preisvorteile über 15 Prozent

Im Internet waren die Autos im Durchschnitt mit einem Preisnachlass von 15,4 Prozent erhältlich. Von den deutschen Premiumherstellern gewährte nach der Studie Audi mit knapp 17 Prozent für den A4 die höchsten Internet-Rabatte.

"Das hohe Rabattniveau im deutschen Automarkt zeigt die Schwäche des Marktes", urteilte Dudenhöffer. Nach seiner Prognose werden die Neuwagenverkäufe in Deutschland im Juni auf 285.000 nach 249.700 im Mai fallen. Das seien 142.000 Verkäufe oder 33 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zu 2008 betrage das Minus sechs Prozent.

Aus Sicht des Autoexperten wird die Abwrackprämie auch in den kommenden Monaten Spuren hinterlassen. Es müsse weiter mit einem hohem Preisdruck gerechnet werden, sagte Dudenhöffer: "Die Zeiten für Schnäppchen-Jäger bleiben sehr gut."

Quelle: dpa