Wirtschaft

Signal an Deutschlands Autobauer: Ramsauer fordert E-Wende

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hegt große Pläne: Der CSU-Politiker möchte die heimische Automobilindustrie auf einen Kurswechsel einschwören und Deutschland zum Technologieführer bei Elektroautos machen.

Matthias Busse freut sich über einen neuen Tesla: Der Projektkoordinator für Elektrofahrzeuge und Professor am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung (IFAM), nahm den serienreifen Elektro-Sportwagen Anfang November zu Forschungszwecken in Empfang.
Matthias Busse freut sich über einen neuen Tesla: Der Projektkoordinator für Elektrofahrzeuge und Professor am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung (IFAM), nahm den serienreifen Elektro-Sportwagen Anfang November zu Forschungszwecken in Empfang.(Foto: dpa)

Deutschland baue bereits die qualitativ besten Autos mit Verbrennungsmotor weltweit, und er wolle sich dafür einsetzen, dass "wir in Zukunft auch die besten Elektroautos bauen", sagte Ramsauer bei seiner ersten Rede als Verkehrsminister vor dem Bundestag.

Die deutsche Autobranche müsse das Potenzial der Elektromobilität voll ausschöpfen. Auch wolle er den Export deutscher Umwelttechnologie ins Ausland stärken, sagte Ramsauer.

Unterdessen drängt die Opel-Mutter General Motors bereits mit Macht in den zukunftsträchtigen Markt mit Elektroautos. Der Verwaltungsrat des US-Autobauers genehmigte Kreisen zufolge Pläne für die Serienproduktion eines zweiten Hybridautos.

Strompedal im Cadillac

Der batteriebetriebene Cadillac solle auf der technischen Grundlage des Chevrolet Volt gebaut werden, hieß es aus dem Umfeld des Unternehmens. Mit dem Produktionsstart des neuen Modells der Luxusmarke wird frühestens 2013 gerechnet, zwei Jahre nach der geplanten Einführung des Prestigeprojekts Volt in den USA. Opel will 2011 das Elektroauto Ampera auf den Markt bringen. Auch BMW, Daimler und VW arbeiten mit Hochdruck an entsprechenden Modellen.

Bayerischer Zungenschlag im Bundestag: Peter Ramsauer.
Bayerischer Zungenschlag im Bundestag: Peter Ramsauer.(Foto: dpa)

Bei GM in den USA sollen die Hybrid-Modelle eine Alternative zu den spritschluckenden Limousinen bieten. Der Volt wird allerdings trotz staatlicher Prämien noch etwa 10.000 Dollar mehr kosten als der "Prius", das marktführende Hybridmodell des japanischen Rivalen Toyota. Kritiker hatten in der Vergangenheit wiederholt darauf hingewiesen, dass die US-Autobauer die Verkaufspotenziale der Hybrid-Technologie viel zu spät erkannt hatten.

Whitacre fordert Spitzengehälter

GM-Verwaltungsratchef Ed Whitacre forderte von der US-Regierung derweil eine Lockerung der Obergrenzen bei den Managergehältern. Die Begrenzung auf ein Jahresgehalt von 500.000 Dollar erschwere die Suche nach Topmanagern, sagte er. Die Regierung hatte die Gehälter bei Managern von sieben vom Staat unterstützten Konzernen um mehr als die Hälfte gekürzt.

Die Obergrenze gilt für Firmen, die staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. GM ist seit seinem Insolvenzverfahren zu großen Teilen in staatlichen Händen und hat Milliardenhilfen bekommen.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen