Zukäufen auf der SpurRheinmetall gut gerüstet
Das Rüstungsgeschäft sorgt bei Rheinmetall für stabile Gewinne. Für Fantasie ist die Autozulieferersparte zuständig. Alles in allem zeichnet sich ein "starkes Jahr" für Rheinmetall ab - auch dank weiterer geplanzer Zukäufe.
Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall hat
wie erwartet wegen der besser laufenden Geschäfte mit den Autobauern die
Jahresprognose für 2010 angehoben. Der Hersteller von Kolben und Motorblöcken
sowie Panzern, Waffen und Munition will nun einen Umsatz von rund 3,9 Mrd. Euro
erzielen, wie das Unternehmen mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(Ebit) soll 2010 von 15 Mio. Euro im Vorjahr auf 260 Mio. bis 280 Mio. Euro
steigen. Bislang hatte der Konzern einen Umsatzanstieg von 3,4 Mrd. auf rund
3,7 Mrd. Euro sowie ein Ebit von 220 Mio. bis 250 Mio. Euro in Aussicht
gestellt.
Im zweiten Quartal erzielte das Unternehmen ein
Umsatzwachstum von knapp 17 Prozent auf 928 Mio. Euro. Das Ebit legte von minus
44 Mio. Euro auf plus 62 Mio. Euro zu. "2010 wird ein starkes Jahr für
Rheinmetall. Das zeichnet sich nach den ersten sechs Monaten ab", sagte
Rheinmetall-Chef Klaus Eberhardt. Wegen der rasant
angestiegenen Autonachfrage hatten auch schon die Hersteller selbst sowie
zahlreiche andere Zulieferer mit ihren Quartalsbilanzen geglänzt und die
Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben geschraubt.
Rüstung bringt stabile Gewinne
Rheinmetall hatte in der Branchenkrise des vergangenen
Jahres Werke geschlossen sowie Tausende Stellen gestrichen. "Wir ernten jetzt
im Automobilgeschäft die Früchte der tief greifenden Restrukturierung des
letzten Jahres", sagte Eberhardt.
Die zweite Säule des Konzerns, das Rüstungsgeschäft,
erwies sich auch im zweiten Jahresviertel als stabiler Gewinnbringer. In der
Rüstungssparte verstärkt sich Rheinmetall auch durch Zukäufe. Allein durch die
Akquisitionen rechnet sich das Unternehmen 2010 ein Umsatzplus von 100 Mio.
Euro aus, aus eigener Kraft sollen weitere 100 Mio. Euro hinzukommen. Die
übrigen 300 Mio. Euro Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr soll die
Autosparte beisteuern.