Geringeres Wachstum erwartetRussland senkt Prognose
Russland hat neben den verheerenden Waldbränden auch mit einem schwächer als erwartet ausgefallenen Wirtschaftswachstum zu tun. Zudem nimmt durch die Dürre der Inflationsdruck zu.
Die russische Wirtschaft hat im Frühjahr weniger stark zugelegt als erwartet und könnte zudem deutlich unter der Hitzewelle leiden. Die Wirtschaftsleistung habe im zurückliegenden Vierteljahr bei 5,2 Prozent gelegen, teilte die nationale Statistikbehörde in Moskau mit.
Das ist zwar deutlich mehr als die 2,9 Prozent im ersten Quartal. Analysten hatten jedoch damit gerechnet, dass die Wirtschaft mehr an Fahrt gewinnen und um 5,6 Prozent wachsen würde. Zudem sorgen sich die Experten um die Perspektiven. So erkannte die Danske Bank aus Kopenhagen "einen großen Mangel an Wachstumstreibern".
Die Regierung von Ministerpräsident Wladimir Putin geht in diesem Jahr von einem Wachstum von vier Prozent aus. Doch den Experten zufolge könnte die derzeit herrschende Hitzewelle in Russland es um einen ganzen Prozentpunkt mindern. Zudem nimmt durch die Dürre der Inflationsdruck zu.