Montag, 23. November 2009
Paketweise Conti-Aktien: Schaeffler schichtet um
Der fränkische Autozulieferer Schaeffler muss wegen des Einstiegs der Deutschen Bank bei Sal. Oppenheim den Treuhänder wechseln. Ein Paket an an Continental-Aktien wandert zur Privatbank M.M. Warburg.Statt Sal. Oppenheim hält nun die Hamburger Privatbank M.M. Warburg 19,5 Prozent des Conti-Kapitals, teilte Schaeffler mit. Hintergrund ist die Übernahme von Sal. Oppenheim durch die Deutsche Bank. Diese organisiert Kreisen zufolge unter anderem die bevorstehende Kapitalerhöhung von Continental mit und fürchtet offenbar einen Interessenkonflikt.
Bei der Übernahme von Conti im Jahr 2008 hatte Schaeffler zugesagt, sich bis 2012 auf eine Minderheitsposition an dem hannoverschen Zulieferer zu beschränken. Schaeffler hatte nach Ablauf der Offerte 90 Prozent der Conti-Aktien. Knapp 40 Prozent davon reichte das fränkische Familienunternehmen aber an Sal. Oppenheim und Metzler weiter.
Die Institute verpflichteten sich, die Conti-Aktien innerhalb von fünf Jahren nicht für weniger als je 75 Euro zu verkaufen. So viel hatte Schaeffler bei seinem Übernahmeangebot für die Conti-Anteilsscheine bezahlt. M.M. Warburg übernahm nun auch diese Verpflichtung.
rts
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