Wirtschaft
Viele "Scout"-Portale gehören zu Scout24. FriendScout24 wurde hingegen 2014 verkauft.
Viele "Scout"-Portale gehören zu Scout24. FriendScout24 wurde hingegen 2014 verkauft.(Foto: imago stock&people)

Vor Debüt an Frankfurter Börse: Scout24 engt Preisspanne für Aktien ein

In wenigen Tagen wagt das Internetportal Scout24 den Gang aufs Börsenparkett. Die Preisspanne für die Aktie wird nun laut Insidern auf Werte um die 30 Euro eingeengt. Die Auftragsbücher sprechen laut Kennern bereits eine deutliche Sprache.

Der Internet-Kleinanzeigenbetreiber Scout24 ist auf Kurs für seinen Börsengang. Das Unternehmen engte die Preisspanne für die angebotenen Aktien auf 29,50 bis 31 Euro ein, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Bislang hatte Scout24 eine Spanne von 26,50 bis 33 Euro je Stück genannt.

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Anleger können die Aktien noch bis Mittwoch zeichnen, am Donnerstag will der Betreiber der Internet-Kleinanzeigenbörsen ImmobilienScout24 und AutoScout24 an der Frankfurter Börse debütieren. Bei hoher Nachfrage könnte die Emission bis zu 1,63 Milliarden Euro schwer werden. Vor ein paar Tagen hatten Insider gesagt, die Auftragsbücher seien am unteren Ende der Preisspanne bereits mehr als einmal gefüllt. Die Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone sowie die Telekom wollen mindestens 21 Millionen Aktien an den Mann bringen.

Guter Zeitpunkt für Börsengang?

Das Umfeld an der Börse ist derzeit jedoch alles andere als rosig. Die Unsicherheit bei Investoren ist groß, der Dax verlor allein in der vergangenen Woche mehr als zwei Prozent. Die Abgas-Affäre beim Autobauer Volkswagen und Sorgen über das schleppende Wirtschaftswachstum in China trüben die Stimmung.

Dabei drängen in den nächsten Tagen und Wochen neben Scout24 noch einige Schwergewichte an die Börse - und es läuft nicht bei allen wie geplant: Die Bayer-Kunststoffsparte Covestro will ihr Debüt am Freitag feiern, laut Insidern läuft die Nachfrage eher schleppend. Der Autozulieferer Schaeffler steht für Montag auf dem Zettel und hat zuletzt die Bekanntgabe seiner Preisspanne verschoben. Um die Gunst von Investoren buhlen zudem der Baustoffhersteller Xella und die Reederei Hapag-Lloyd, die statt einer Milliardenemission nur einen Mini-Börsengang angekündigt hat.

Quelle: n-tv.de

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