Ölpreis-Rally sei DankShell verfünffacht Gewinn
Der Ölkonzern Shell reiht sich in die Schlange der Gewinner eines steigenden Ölpreises ein. Im vergangenen Quartal verdient das Unternehmen 5,7 Mrd. Dollar, fast fünfmal so viel wie noch ein Jahr zuvor.
Der gestiegene Ölpreis lässt auch bei Royal Dutch Shell die Kassen klingeln: Der Konzern fuhr im vergangenen Quartal ähnlich wie seine US-Konkurrenten einen Milliardengewinn ein.
Das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft stieg in den drei Monaten bis Ende Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast das Fünffache auf 5,7 Mrd. Dollar. Ohne Sondereffekte ergab sich ein Gewinn von 4,1 Mrd. Dollar. "Unsere Resultate sind vor allem im Ergebnis besserer industrieller Rahmenbedingungen, des Wachstums unserer eigenen Produktion sowie der Verringerung der Kosten ansehnlich gestiegen", sagte Shell-Chef Peter Voser.
Allerdings hatten Analysten einen noch höheren Gewinn erwartet. Die Shell-Aktie segelte im frühen Handel in London und Amsterdam ins Minus. Shell zahlt Anlegern für das vierte Quartal 2010 eine Dividende von 0,42 Dollar pro Aktie.
Tiefsee-Projekte in der Pipeline
Voser stellte für die nächsten Jahre weitere Gewinnzuwächse in Aussicht. "Wir setzen unsere Investitionen für ein mittelfristiges Wachstum fort, um Werte für unsere Anleger zu schaffen." Dazu gehörten auch zwei Großprojekte zur Ölförderung aus der Tiefsee im Golf von Mexiko sowie Brasilien. Auch Projekte in Kooperation mit China sowie im Irak sollten vorangetrieben werden. Allein 2011 seien Investitionen von 25 bis 27 Milliarden Dollar vorgesehen.
Die Ölbranche profitiert derzeit von der wieder anziehenden Weltwirtschaft und dem steigenden Ölpreis. So hatten die Shell-Konkurrenten Exxon Mobil und Chevron ihre Anleger vor kurzem mit einem jeweils überraschend starken Gewinnsprung erfreut. Dagegen verhagelte die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko BP die Jahresbilanz: Das Unternehmen verzeichnete einen Verlust von fast fünf Mrd. US-Dollar nach 14 Mrd. Dollar im Vorjahr.