China zieht bei Potash nicht mitSinochem steht im Regen
Ein Angebot von Sinochem für den kanadischen Kalikonzern Potash wird es wohl nicht geben. Chinas Regierung ist nicht bereit, für eine etwaige Übernahme Staatsgeld locker zu machen.
Chinas Düngemittelhändler Sinochem bekommt angeblich keine Unterstützung der Regierung in Peking bei dem Versuch, ein Gegengebot für den Kalikonzern Potash zu organisieren. Damit werde eine Übernahme des kanadischen Konzerns durch das chinesische Unternehmen unwahrscheinlich, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.
Die chinesische Regierung habe angedeutet, dass sie es vorziehen würde, wenn das Handelsunternehmen ein Übernahmeangebot ohne Kredite chinesischer Staatsbanken auf die Beine stellen würde. Damit werde die angestrebte Mehrheitsübernahme für Sinochem unerreichbar. Denkbar sei aber, dass die Chinesen versuchen würden, noch eine kleinere Potash-Beteiligung einzugehen.
Der australische Rohstoffkonzern BHP Billiton versucht seit dem Sommer, Potash von einer 39 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme zu überzeugen. Potash hat jedoch abgelehnt. Angeblich will Sinochem verhindern, dass die Australier doch noch zum Zuge kommen.