Russen klopfen wieder anSistema-Einstieg bei Infineon?
Die Gerüchte halten sich hartnäckig: An Infineon könnte sich bald ein russischer Mischkonzern beteiligen. Das Thema steht nun wohl auch beim deutsch-russischen Regierungstreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Agenda.
Ein Einstieg des russischen ´Mischkonzerns Sistema beim deutschen Halbleiterhersteller Infineon ist weiter möglich. "Ich glaube, dass wir
nicht am Ende des Tages angekommen ist", sagte der Vorsitzende des
Ostauschusses der deutschen Wirtschaft, Klaus Mangold. Wichtig sei, dass beide
Parteien gemeinsam eine vernünftige strategische Bestandsaufnahme machen.
"Dann müssen sie entscheiden, ob etwas entstehen kann, das Mehrwert bei
Sistema und Infineon schafft."
Eine Beteiligung bei
Infineon könnte auch Thema bei den deutsch-russischen Regierungskonsultationen
am Donnerstag im russischen Jekaterinburg werden, bei denen Bundeskanzlerin
Angela Merkel mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew und
Ministerpräsident Wladimir Putin zusammentreffen wird.
In den vergangenen Monaten
hatte es immer wieder Gerüchte über einen möglichen Einstieg der Russen
gegeben. Bisher zählt der Sistema-Konzern aber nicht zu den gemeldeten
Anteilseignern Infineons. Zudem gab es immer wieder Zweifel an der Finanzkraft
des Unternehmen, das etwa 15 Mrd. Dollar Schulden hat. Ein Einstieg per
Kapitalerhöhung würde die Russen Milliarden kosten.