Gewinn schnellt hochSocGen behält Ziele bei
Die Kerviel-Affäre ist abgehakt; mit der Societe Generale nimmt wieder Fahrt auf. Die französische Großbank verzeichnet im vierten Quartal 2010 einen kräftigen Gewinnsprung. Damit liegt sich über den Erwartungen der Analysten.
Die französische Großbank Societe Generale hält nach
einem massiven Gewinnsprung im vierten Quartal an ihren Gewinnzielen für 2012 fest.
Die Bank teilte mit, sie strebe weiterhin einen Gewinn von sechs Milliarden Euro
für das kommende Jahr an.
Ihren Nettogewinn vervierfachte die Bank im letzten Quartal
des vergangenen Jahres auf 874 Millionen Euro. Damit lag sie auch leicht über den
Analysten-Erwartungen. Die Societe Generale wiederholte, sie müsse kein neues Kapital
aufnehmen, um die geforderte Kernkapitalquote von rund 8,5 Prozent bis 2013 zu erreichen,
die ihr unter den strengeren Eigenkapitalregeln von Basel III für die längerfristige
Zukunft abgefordert werden.
Den Problemen auf dem Markt für Staatsanleihen konnte
sich auch das zweitgrößte börsennotierte Geldinstitut in Frankreich nicht entziehen.
Seine Erträge aus dem Geschäft mit solchen festverzinslichen Anleihen fielen im
letzten Quartal des vergangenen Jahres um 30 Prozent. Andererseits profitierte die
Bank von der guten Lage der privaten Haushalte in ihren entsprechenden Geschäftssegmenten.
Die Gesamterträge der SocGen-Gruppe erhöhten sich im
vierten Quartal um rund ein Drittel auf 6,9 Milliarden Euro. Dieser Betrag lag deutlich
über den von Analysten erwarteten Wert von 6,5 Milliarden Euro. Die Vorsorge für
etwaige Kreditausfälle ging allerdings mit 42 Prozent nicht im erhofften Maße zurück.
Das hatte mit den Finanzproblemen einiger Länder wie Griechenland und Rumänien zu
tun.