Mittwoch, 10. Februar 2010
Subventionskürzungen: Solarindustrie warnt vor Pleiten
Die deutsche Solarindustrie protestiert gegen den geplanten Abbau von Subventionen für die Branche. "Sollten diese Kürzungspläne umgesetzt werden, droht eine Insolvenzwelle und der Verlust tausender Arbeitsplätze", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, Carsten Körnig.
Er forderte eine Nachbesserung der Pläne im weiteren Gesetzgebungsverfahren. Die Branche beschäftigt - vor allem in Ostdeutschland - mehr als 50.000 Menschen.
Die vorgesehene Kürzung soll nun später greifen als bisher geplant, dafür aber kräftiger ausfallen. Union und FDP hatten sich auf eine Kappung der Hilfen erst ab Juni geeinigt, dafür aber um 16 Prozent für Solarzellen auf Dächern. Mit dem späteren Termin wolle man Investoren entgegenkommen, die ihre Anlagen schon länger geplant hätten und nun durch den langen Winter ausgebremst würden.
Die Masse der Module in Deutschland, dem größten Solarmarkt der Welt, werden auf Dächern installiert. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte zunächst eine Kürzung ab April, dafür aber nur um 15 Prozent vorgeschlagen.
wne/rts
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