US-Finanzmarktreform zu frühSoros ist skeptisch
Die gerade verabschiedete US-Finanzmarktreform kommt nach Einschätzung von Starinvestor George Soros zu früh für die Branche. Das Gesetz drücke der Finanzbranche neue Regeln auf, bevor sie sich genügend erholt habe, um mit den neuen Beschränkungen fertig zu werden.
Die gerade verabschiedete US-Finanzmarktreform kommt nach Einschätzung von Starinvestor George Soros zu früh für die Branche. "Das Bankensystem muss sich immer noch aus einem Loch hervor arbeiten", sagte Soros bei einer Podiumsdiskussion.
Das Gesetz drücke der Finanzbranche neue Regeln auf, bevor sie sich genügend erholt habe, um mit den neuen Beschränkungen fertig zu werden. "In dieser Hinsicht ist die Reform verfrüht", fügte der Milliardär hinzu. Es sei aber gut, dass das Vorhaben vom Senat abgesegnet worden sei.
Der US-Senat hatte am Donnerstag den Weg für die größte Finanzmarktreform seit den 30er Jahren freigemacht. Durch das Gesetz soll eine Wiederholung der Finanzkrise von 2007 bis 2009 verhindert werden. Banken und Investoren in den USA müssen sich auf strengere Vorgaben einstellen und mehr Transparenz vor allem im milliardenschweren Derivate-Handel zulassen. Undurchsichtige und riskante Derivate-Geschäfte waren einer der Hauptgründe für die Krise.