Kein neuer AbschwungSpanien bleibt optimistisch

In Spanien wächst wieder der Optimismus. Selbst die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer sollte, nach Ansicht von Wirtschaftsministerin Salgado, dem Aufschwung nicht nachhaltig gefährden.
Spanien droht nach den Worten von Wirtschaftsministerin Elena Salgado in diesem Jahr kein neuer Abschwung. "Wir erwarten kein Quartal mit einer negativen Wirtschaftsentwicklung", sagte Salgado in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Das Wachstum werde im zweiten Quartal höher ausfallen als zu Jahresanfang. Spanien will mit Einsparungen über 50 Milliarden Euro das Defizit der öffentlichen Kassen auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 11,4 Prozent im Vorjahr reduzieren.
Der Sparkurs wird nach Salgados Worten die Erholung der Wirtschaft nicht bremsen. "Es gibt nur einen Punkt, der Auswirkungen auf das Wachstum haben wird, und das ist die Erhöhung der Mehrwertsteuer." Deshalb werde das dritte Quartal schlechter ausfallen als das zweite. Die Steuer soll im Juli um zwei Prozentpunkte angehoben werden.
Ende vorigen Jahres schrumpfte die Wirtschaftsleistung des südeuropäischen Landes um 0,1 Prozent. Damit war Spanien der weltweit letzte Industriestaat, der die Rezession noch nicht abschütteln konnte. Der Kollaps des Immobiliensektors hatte das Land in eine schwere Krise gestürzt. An den Finanzmärkten wird befürchtet, dass das Land vor ähnlichen Problemen stehen könnte wie Griechenland.