Wirtschaft

Nur leichte FrühlingsgefühleStagnation in der Produktion

08.04.2010, 12:53 Uhr

Der Frühling ist da, aber nicht in der deutschen Produktion. Im verarbeitenden Gewerbe melden lediglich das Investitionsgütergewerbe und der Bau Zuwächse. Der Rest übt sich in Zurückhaltung.

spring
Noch wehrt sich das verarbeitende Gewerbe gegen aufkeimende Frühlingsgefühle. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland kommt weiterhin nicht in Schwung. Im Februar stagnierte die Gesamtproduktion preis- und saisonbereinigt zum Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium laut vorläufiger Zahlen in Berlin mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 1,3 Prozent gerechnet. Das Winterwetter dürfte die Entwicklung gedämpft haben.

Der Produktionszuwachs im Vormonat wurde von ursprünglich 0,6 Prozent auf 0,1 Prozent nach unten revidiert. Im Jahresvergleich stieg die Produktion im Februar arbeitstäglich bereinigt um 5,8 Prozent. Im Vormonat war die Produktion um revidiert 2,4 (zunächst: 2,2) Prozent gestiegen.

Die Erzeugung im produzierenden Gewerbe entwickele sich weiterhin verhalten, schreibt das Ministerium. Die Industrienachfrage steige jedoch und die Geschäftserwartungen der Unternehmen seien unverändert positiv. Daher seien die Aussichten für Produktionssteigerungen weiterhin günstig. Die negativen Impulse aus dem Bauhauptgewerbe dürften im Frühjahr an Einfluss verlieren.

Produktionsanstieg am Bau

Das Bauhauptgewerbe verzeichnete im Februar nach dem witterungsbedingten Einbruch im Vormonat einen Produktionsanstieg um 1,0 Prozent. Auch die Investitionsgüterproduktion legte um 1,5 Prozent zu. Die Konsumgüterproduktion hingegen sank um 2,3 Prozent. Der Ausstoß an Vorleistungsgütern blieb nahezu konstant (minus 0,1 Prozent).

Im Zweimonatsvergleich (Januar/Februar gegenüber November/Dezember) verringerte sich die Gesamtproduktion um 0,4 Prozent. Einer kaum veränderten Industrieerzeugung (plus 0,1 Prozent) und größeren Zuwächsen im Energiesektor (plus 6,0 Prozent) standen kräftige Einbußen im Bauhauptgewerbe (minus 14,6 Prozent) gegenüber. Im Jahresvergleich ergab sich bereinigt erstmals wieder eine positive Entwicklung von plus 4,1 Prozent.

Quelle: dpa