Wirtschaft

Einbruch im NovemberStahlproduktion kühlt sich ab

12.12.2011, 15:59 Uhr
stahl
(Foto: picture alliance / dpa)

Die Krise kommt näher und die Stahlbranche spürt die Auswirkungen zuerst: Im November muss die Branche Einbußen in der Produktion hinnehmen. Die Jahresprognose sinkt.

Die deutsche Stahlindustrie mit den Branchengrößen ThyssenKrupp und Salzgitter verliert zunehmend an Fahrt. Die Rohstahlproduktion sank im November um 10 Prozent auf 3,455 Millionen Tonnen, wie der Branchenverband Wirtschaftsvereinigung Stahl mitteilte. In den ersten elf Monaten lag die Fertigungsmenge mit 41,266 Millionen Tonnen noch 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Verband erwartet aber vor dem Hintergrund der erhöhten konjunkturellen Verunsicherung ein Verharren der Produktion auf verhaltenem Niveau.

Die Stahlkocher in Deutschland, zu denen auch der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal gehört, waren in die ersten Monate des Jahres noch mit Volldampf gestartet. Die Konjunktursorgen infolge der Staatsschuldenkrise machten den Unternehmen mit ihren 90.000 Beschäftigten in den vergangenen Monaten aber zunehmend zu schaffen.

Wichtige Kunden wie etwa Autohersteller und Maschinenbauer fuhren ihre Lager herunter. ThyssenKrupp, der deutsche Branchenzweite Salzgitter und ArcelorMittal reagierten mit Produktionskürzungen. Der Verband rückte daher Anfang November von seiner Produktionsprognose ab, die einen Anstieg auf 45,5 Millionen Tonnen vorsah. Die Vorjahresmenge von 43,8 Millionen Tonnen soll aber übertroffen werden.

Quelle: rts