Wirtschaft

Vorbereitung auf Basel IIIStanChart holt sich Geld

13.10.2010, 10:32 Uhr

Basel III zwingt zum Handeln: Mehr als drei Milliarden Pfund will die Briten-Bank Standard Chartered mittels einer Kapitalerhöhung einnehmen. Dadurch will das Geldinstitut seine Kernkapitalquote um rund zwei Prozentpunkte erhöhen.

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Weg frei zur Kapitalerhöhung. (Foto: REUTERS)

Die britische Bank Standard Chartered (StanChart) führt eine milliardenschwere Kapitalerhöhung durch, um die Folgen der verschärften Kapitalanforderungen im Zuge von Basel III abzumildern. Durch die Ausgabe neuer Aktien will das Geldinstitut nach eigenen Angaben insgesamt 3,26 Milliarden Pfund einnehmen.

Acht existierende Aktien berechtigen zum Bezug einer neuen Aktie. Nach Angaben von StanChart bedeutet der Ausgabepreis von 1.280 Pence je neuer Aktie einen Abschlag von rund 33 Prozent auf den Londoner Schlusskurs vom Dienstag. In Hongkong gibt das Institut die Aktien für je 156,82 Hongkong-Dollar aus, was einen Abschlag von 32 Prozent bedeutet. Der Singapur-Staatsfonds Temasek, mit rund 18 Prozent der größte Anteilseigner der Londoner Bank, beabsichtige, seine Bezugsrechte wahrzunehmen.

Mit der Kapitalerhöhung will StanChart ihre Kernkapitalquote um rund zwei Prozentpunkte erhöhen. Per Ende Juni stand die Kennziffer bei neun Prozent. "Die Kapitalerhöhung gibt der Gruppe mehr Spielraum, die Bankenregeln Basel III zu erfüllen", hieß es in der Mitteilung weiter. Zudem erlaube ihr der Kapitalpuffer, sich weiter nach Wachstum in Schlüsselmärkten umzuschauen.

StanChart erzielt mehr als 90 Prozent ihrer Einnahmen in wachsenden Märkten wie Asien, Afrika und dem Mittleren Osten und ist neben London auch in Hongkong und Indien gelistet.

Quelle: wne/DJ