Ungewöhnliche SteuerquoteStatoilhydro verdient nichts
Norwegens größter Energiekonzern Statoilhydro hat im zweiten Quartal angesichts sinkender Ölpreise fast zwei Drittel seines Gewinns eingebüßt.
Wie das Unternehmen in Oslo mitteilte, brach der Betriebsgewinn im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 61 Prozent auf 24,3 Mrd. Kronen (2,8 Mrd. Euro) ein. Der Umsatz fiel um 39 Prozent auf 104,6 Mrd. Kronen.
Wegen einer ungewöhnlich hohen Steuerquote fiel der Nettogewinn sogar von 18,9 Mrd. Kronen auf null. Konzernchef Helge Lund nannte den Verlauf dennoch "solide in einem Markt voller Herausforderungen".
Neben dem Fall der Ölpreise um 40 Prozent habe Statoilhydro auch um 18 Prozent gesunkene Preise bei Erdgas und insgesamt um neun Prozent niedrigere Fördermengen zu verkraften gehabt.
Von der Krone zum Dollar
Statoil musste eine Strafsteuer von 99,9 Prozent zahlen, weil das Unternehmen in diesem Jahr den US-Dollar als Zahlungsmittel einführte. Mit diesem Schritt will sich der Konzern gegen Währungsschwankungen absichern.
Analysten begrüßten, dass Statoil an seinen Investitionsplänen festhielt, obwohl zahlreiche andere Firmen der Branche ihre Ausgaben zuletzt einschränkten. Das Unternehmen will in diesem Jahr etwa 9,4 Mrd. Euro investieren, davon 1,9 Mrd. Euro in die Suche nach neuen Öl- und Gasfeldern.