Wirtschaft

GM spricht mit ChinesenSuche nach Lösung für Saab

08.12.2009, 09:48 Uhr

General Motors führt Gespräche mit dem chinesischen Autobauer Beijing Automotive Industry Holding Group (BAIC) über einen Verkauf von Teilen seiner schwedischen Tochter Saab.

Es gehe unter anderem um Saab-Technologie, die den Chinesen die Produktion von Autos im eigenen Land basierend auf älteren Saab-Modellen ermöglichen würde, hieß es aus Verhandlungskreisen. Eine Übernahme der Saab-Produktionsstätte im schwedischen Trollhättan komme indes für BAIC nicht in Frage.

Ein Teil-Verkauf der Technologie an BAIC, das einst auch Interesse an der deutschen GM-Tochter Opel bekundete hatte, könnte den Kreisen nach den Weg frei machen für eine Abwicklung anderer zu Saab gehörender Bereiche, wie etwa die Unternehmenszentrale. Dadurch wären mehr als 3000 Arbeitsplätze bei Saab in Schweden gefährdet. GM lehnte eine Stellungnahme zu der Thematik ab.

BAIC war als Finanzier auch an einem in letzter Minute gescheiterten Übernahmeversuch durch die kleine schwedische Sportwagenfirma Koenigsegg beteiligt. Im Falle einer Übernahme dürfte die komplette Produktion ins Reich der Mitte verlagert werden. Bei Saab arbeiten noch 3400 Menschen.

BAIC hat vor einigen Tagen einen Milliardenkredit von der Bank of China bewilligt bekommen. Insgesamt handelt es sich um umgerechnet rund 1,9 Milliarden Euro. Die Kreditlinie sei dazu gedacht, "die Entwicklung von BAIC zu unterstützen".

Quelle: wne/rts/dpa