Donnerstag, 25. Juni 2009
Frisches Geld soll her: Südzucker bleibt auf Kurs
Südzucker hat nach einem Ergebnisanstieg im ersten Geschäftsquartal seine Jahresziele bekräftigt. Für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2009/10 (per Ende Februar) wies Europas größter Zuckerhersteller ein operatives Ergebnis von 88 Mio. Euro aus - rund 40 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Nicht nur das Zuckergeschäft habe dazu beigetragen, sondern auch das florierende Spezialitäten-Segment, zu dem etwa Tiefkühl-Pizzas und Stärke zählen.
Der Umsatz blieb in den ersten drei Monaten mit 1,41 Mrd. Euro knapp unter Vorjahresniveau (1,47 Mrd. Euro). Der Überschuss fiel mit 65 Mio. Euro nur halb so hoch aus wie vor einem Jahr, als der Konzern von einem Sonderertrag profitiert hatte. Die Bioethanol-Tochter CropEnergies habe wegen hoher Kosten für ein neues Werk in Belgien das Quartal erwartungsgemäß mit einem operativen Verlust abgeschlossen.
Südzucker bekräftigte, im Gesamtjahr solle das Konzernergebnis bei rund 400 (Vorjahr: 258) Mio. Euro liegen. Beim Umsatz werde das Vorjahresniveau von 5,9 Mrd. Euro angepeilt. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Südzucker nach langer Talfahrt durch die politisch erzwungene Neuordnung des EU-Zuckermarktes die ersten Früchte seiner Schrumpfkur geerntet. Die Weichen für weitere Gewinnsteigerungen auch im kommenden Geschäftsjahr sieht der scheidende Vorstandschef Theo Spettmann gestellt, wie er Ende Mai betonte.
Wandelanleihe geplant
Südzucker kündigte zudem an, sich zum Monatsende frisches Kapital über eine Wandelanleihe mit einem Gesamt-Emissionsvolumen von bis zu 290 Mio. Euro zu besorgen. Die Erlöse sollten für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden, hieß es.
Die Anleihe mit einer Laufzeit von sieben Jahren solle mit einem Kupon zwischen 2,0 und 3,0 Prozent ausgestattet und zum Kurs von 100 Prozent begeben werden.
wne/rts
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