Wirtschaft

Optimismus für 2010Swatch läuft rund

20.01.2010, 12:17 Uhr

Der weltgrößte Uhrenhersteller ist zum Ende eines schwierigen Jahres mit einem starken Weihnachtsgeschäft beschert worden. Umsatzeinbußen aus dem Jahr wurden so zum größten Teil wieder aufgefangen.

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Der Ausblick für 2010 fällt gut aus. (Foto: REUTERS)

Der Hersteller der Uhrenmarken Swatch, Omega und Glashütte hat den besten Dezember-Umsatz der Unternehmensgeschichte verbucht. Außerdem steigerte er 2009 seinen Anteil in einem insgesamt schrumpfenden Markt.

"Die letzten Monate im 2009 zeigten eine sehr positive Entwicklung mit klaren Anzeichen einer Marktnormalisierung und erhöhtem Konsumentenvertrauen", teilte der Schweizer Konzern mit.

Während im ersten Halbjahr die Wirtschaftskrise zu einem Umsatzeinbruch führte, zogen die Verkäufe in der zweiten Jahreshälfte wieder an. Im Gesamtjahr 2009 musste Swatch zwar einen Umsatzrückgang von 8,1 Prozent auf 5,42 Mrd. Franken (3,69 Mrd. Euro) hinnehmen. Swatch habe jedoch in praktisch allen Preissegmenten Marktanteile gewonnen, hieß es in der Mitteilung. Das Unternehmen bietet neben Plastikuhren auch Zeitmesser mit sechsstelligen Preisen an. Die Schweizer Uhrenexporte waren in den ersten elf Monaten 2009 um 24 Prozent zurückgegangen.

Swatch nannte noch keine Ergebniszahlen, stellte aber für das zweite Halbjahr 2009 eine Verbesserung des Reingewinns in Aussicht. In der ersten Jahreshälfte hatte das Unternehmen unter dem Strich 301 Mio. Franken verdient.

Der Konzern gab sich zuversichtlich, 2010 zu einem organischen Umsatzwachstum zurückzukehren und eine Margensteigerung zu erzielen. Die Einzelhändler seien dabei, ihre geleerten Lager wieder aufzustocken. Zudem dürften die steigenden Einkommen in den Schwellenländern den Luxusgüterkonsum weiter ankurbeln.

Die Uhren- und Schmuckbranche habe im vierten Quartal 2009 einen Wendepunkt erreicht, erklärte Bank Vontobel-Analyst Rene Weber. Die Ausblick für 2010 falle deutlich besser aus. Der breiter als Swatch aufgestellte Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont und der US-Juwelier Tiffany hatten bereits über gute Weihnachtsverkäufe berichtet.

Quelle: rts