Dienstag, 26. Januar 2010
Deutliche Gewinnsteigerung : Texas Instruments überzeugt
Die guten Nachrichten aus der wichtigen Halbleiter-Industrie halten an. Nach den Prozessorherstellern Intel und AMD präsentierte auch das Branchenurgestein Texas Instruments gute Zahlen für das Schlussquartal. Damit verdichten sich die Zeichen auf ein Ende der Wirtschaftskrise. "Die Nachfrage war in allen Endmärkten stark", sagte Konzernchef Rich Templeton in Dallas. Nicht einmal den üblichen Knick zu Weihnachten habe es gegeben.
Texas Instruments verdiente von Oktober bis November unterm Strich 655 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es gerade einmal 107 Millionen Dollar gewesen. Getragen von der gestiegenen Nachfrage wuchs der Umsatz um 21 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar. Damit ging die Erholung schneller vonstatten als Experten erwartet hatten.
Texas Instruments ist Branchenführer im Geschäft mit analogen und integrierten Prozessoren für einfache Rechenaufgaben. Die TI-Chips kommen in Geräten von der Waschmaschine bis zum Fernseher zum Einsatz. Daher gilt das Abschneiden des Konzerns als Konjunkturbarometer für Elektronikhersteller. Schülern ist Texas Instruments durch seine Taschenrechner bekannt.
Rückzug aus dem Handy-Geschäft
Auch in Handys ist Texas Instruments vertreten. Wegen wachsender Konkurrenz will sich der Konzern aber aus dem Geschäft bis 2012 komplett zurückziehen. Das Standbein war auch dasjenige, das im Schlussquartal am wenigsten wuchs.
Intel und AMD hatten in den vergangenen beiden Wochen bereits die Richtung vorgegeben: Das Geschäft reichte schon wieder an das Niveau vor der Krise heran. Vor allem die gestiegenen IT-Investitionen der Unternehmen in neue Hardware machten sich bemerkbar. In der Krise hatten die Firmen ihre Ausgaben für neue Computer drastisch heruntergefahren mit der Folge, dass viele veraltete Geräte in den Büros und Fabrikhallen stehen.
Im ersten Quartal soll die gute Entwicklung anhalten. Texas Instruments erwartet einen Umsatz zwischen 2,95 und 3,19 Milliarden Dollar und ein Ergebnis je Aktie von 0,44 bis 0,52 Dollar.
wne/dpa
Hintergründe zur Nachricht
Wirtschaft
-
Maschinenbauer mit Absatzproblemen
"Made in Germany" lässt Federn
-
In kleinen Schritten nach oben
Dax macht Boden gut
-
E.ON-Kurs vor Rückgang?
122% Gewinn bei Kurs von 13€
-
Von Vkontakte bis Kayak
Facebook schockt Internet-IPOs
-
Alarmglocken schrillen
Verluste in Asien auf breiter Front
-
Brent in Richtung 100 Dollar
Ölpreise bleiben auf Talfahrt
-
Anshu Jain
"Regenmacher" aus Indien
-
Von wegen Wonnemonat Mai
Dax-Talfahrt geht weiter
-
Zeitenwende bei der Deutschen Bank
Ackermann tritt ab
-
"Dinge beginnen, hässlich zu werden"
Spanien-Sorgen belasten Euro
-
Instagram-Deal macht Sorgen
Facebook-Kurs steckt in Abwärtsspirale
-
Griechenland-Exit kein Todesstoß
Axa sorgt vor
