Wirtschaft

Filmstudios dümpeln vor sich hinTime Warner fehlen Kinohits

04.05.2011, 16:28 Uhr

Es ist nicht alles Gold was glänzt: Diese Erfahrung macht einmal merhr der US-Medienriese Time Warner im ersten Quartal. Das Fernsehgeschäft läuft super. Allerdings hat die Filmsparte Probleme. Den Warner-Brothers-Filmstudios fehlt ein richtiger Kassenschlager.

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Licht und Schatten bei Time Warner. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Freud und Leid beim US-Medienkonzern Time Warner: Während das Fernsehen dank der gutlaufenden Werbung weiter eine Goldgrube ist, fehlen den Warner-Brothers-Filmstudios die Kassenschlager. Im ersten Quartal sank der Konzerngewinn deshalb im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf unterm Strich 653 Millionen Dollar.

Der Umsatz stieg dank der guten Werbeeinnahmen um sechs Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. Zu dem Medienkonzern gehören unter anderem der TV-Nachrichtensender CNN sowie die beliebten Spielfilm- und Serienkanäle von HBO. Mit dem Time-Verlag ist das Unternehmen im Zeitschriftengeschäft aktiv und verlegt unter anderem "Sports Illustrated" sowie das Klatschmagazin "People".

Das Fernsehen trug mit annähernd 1,2 Milliarden Dollar den Löwenanteil zum Gewinn bei. Das operative Ergebnis der Filmsparte halbierte sich auf 158 Millionen Dollar. Das Printgeschäft warf mit 63 Millionen Dollar ein Viertel mehr ab als vor einem Jahr. "Wir sind auf gutem Weg, unsere Ziele für 2011 zu erreichen", sagte Firmenchef Jeff Bewkes. Time Warner will mehr verdienen als im Vorjahr.

Warten auf Zahlen von News Corp.

Die Medienkonzerne hatten im vergangenen Jahr reihum von gestiegenen Werbeeinnahmen profitiert. Nach Börsenschluss in New York wollte die News Corp. von Medienmogul Rupert Murdoch ihre Zahlen für den Jahresbeginn vorlegen. Der Altmeister gilt als Vordenker der digitalen Medienwelt. So hat er mit "The Daily" die erste Zeitung nur fürs iPad herausgebracht.

Auch Time Warner bietet seine Zeitschriften inzwischen für den Tablet-Computer aus dem Hause Apple an; das beliebte HBO-Programm läuft seit neuestem auf mobilen Geräten.

Quelle: dpa