Schlag ins KontorToyota schwächelt in China
Toyota hat ein ernstes Problem: Die Japaner setzen auf dem boomenden chinesischen Automarkt weniger Fahrzeuge ab. Die Modelle des noch weltgrößten Autokonzerns der Welt verlieren in der Volksrepublik an Popularität.
Der japanische Autoriese Toyota hat erstmals seit eineinhalb Jahren einen Absatzrückgang in China verbucht. Der Marktführer verkaufte in der Volksrepublik im Oktober sechs Prozent weniger Fahrzeuge als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
China hat die USA bereits vor einiger Zeit als größter Automarkt abgelöst. Mit seiner starken Nachfrage ist China zudem die große Hoffnung der Autokonzerne, die in der Wirtschaftskrise schwer gelitten haben. Der Export in das bevölkerungsreichste Land der Erde ist wesentlicher Motor der Branchenerholung auch in Deutschland.
Toyota verkaufte den Angaben zufolge im vergangenen Monat noch 61.000 Autos in China. In den vergangenen 18 Monaten hatte der Konzern dort seinen Absatz ununterbrochen gesteigert.
Der japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" zufolge verlieren die Modelle des Konzerns an Popularität in der Volksrepublik. Möglicherweise habe auch der zuletzt wieder hochgekochte Konflikt zwischen China und Japan um umstrittene Seegebiete eine Rolle gespielt, hieß es weiter.