Dienstag, 27. Oktober 2009
Ideenklau in China: USA appellieren an Peking
Amerikanische und europäische Politiker fordern seit Jahren vergeblich, dem Ideeklau in China Einhalt zu gebieten. Immer noch kopieren chinesische Geschäftemacher hemmungslos ausländische Markenartikel. Höchste Zeit, den Finger noch einmal auf die klaffende Wunde zu legen.
Designklau am laufenden Band. Original oder Fälschung? Oben der China-Smart von Haima Me Car, unten das Original von Daimler.
(Foto: REUTERS)
Bei einer Konferenz zum Thema "Geistiges Eigentum" in der südchinesischen Stadt Guangzhou forderte US-Handelsminister Gary Locke in diesem Zusammenhang China einmal mehr zu strikteren Vorschriften beim Urheber- und Markenrecht auf. Auch die Strafen für den Diebstahl geistigen Eigentums müssten härter werden, forderte Locke.
Obwohl Peking sich bemühe, Konflikte mit Washington wegen Urheber- und Markenrechtsverletzungen beizulegen, gingen US-Unternehmen alljährlich Milliardensummen in China durch den Diebstahl geistigen Eigentums verloren, kritisierte Locke. Davon sei die Technologie-Branche ebenso betroffen wie etwa der Unterhaltungs- oder der Pharmasektor: "Um es kurz zu fassen: Es muss noch viel mehr getan werden."
Locke zufolge werden Vertreter der US-Regierung immer wieder über lasche Ermittlungen bei Verstößen gegen Urheber- und Markenrecht in Guangzhou unterrichtet. In Shenzhen, einer 14-Millionen-Stadt in der Nähe von Hongkong, gebe es derweil ein gelegentlich "aggressives Vorgehen" gegen Verstöße. Guangzhou und Shenzhen sind wichtige Produktionsstandorte in der südchinesischen Provinz Guangdong, in der sich mehr als 100.000 Fabriken finden.
AFP
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