Wirtschaft

Negativer Paukenschlag: US-Häusermarkt ganz schwach

Die konjunkturellen Hiobsbotschaften aus den USA reißen nicht ab. Nun sorgen grottige Zahlen vom Häusermarkt für Unruhe. Sie verstärken die Sorgen um die Lage der amerikanischen Konjunktur.

Lange Gesichter auf dem US-Eigenheimmarkt. Viele Häuser stehen leer.
Lange Gesichter auf dem US-Eigenheimmarkt. Viele Häuser stehen leer.(Foto: REUTERS)

Die Verkäufe bestehender Häuser in den USA sind im Juli auf den niedrigsten Stand seit rund fünfzehn Jahren eingebrochen. Wie die National Association of Realtors (NAR) mitteilte, fiel die Zahl der verkauften Bestandsbauten verglichen mit dem Vormonat um den Rekordbetrag von 27,2 Prozent auf einen Jahreswert von 3,83 Millionen. Das ist das niedrigste Niveau seit Mai 1995.

Volkswirte hatten für Juli nur mit einem Rückgang um 14,3 Prozent auf annualisiert 4,6 Millionen Verkäufe gerechnet.

Der Rückgang im Vormonat fiel zudem stärker aus als bislang ausgewiesen. Im Juni waren den revidierten Angaben zufolge die Verkäufe um 7,1 Prozent (vorläufig: minus 5,1 Prozent) gesunken. Der Wert hatte bei annualisiert 5,26 (5,37) Millionen gelegen. Auf Jahressicht lagen die Verkäufe von existierenden Häusern im Juli um 25,5 Prozent niedriger.

Zähe Konjunkturentwicklung

"Die Frage ist, ob diese Pause temporär ist", sagte NAR-Chefvolkswirt Lawrence Yun mit Blick auf die schlechten Daten, die die Sorgen um die Lage der US-Wirtschaft verstärken dürften. Beobachtern zufolge ist der massive Einbruch im Juli auf die sich eintrübende US-Konjunktur und das nun eingestellte Regierungsprogramm zur Stützung des Häusermarkts zurückzuführen.

Die Reichweite des Bestandes unverkaufter Häuser kletterte auf 12,5 Monate von 8,9 im Juni. Das ist der höchste Wert seit mehr als zehn Jahren. "Historisch betrachtet ist Juli der Hochpunkt bei den Beständen in jedem Jahr", kommentierte Yun die Zahlen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen